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Schnelle Hilfe, wenn die Sorgen groß sind.

In der phönikks Beratungsstelle erarbeiten die Therapeuten oft verborgene Kraftquellen, mit dem Ziel, als Familie zusammenzufinden und gesund zu werden. Trauer, Sprachlosigkeit, Hoffnung haben ihre persönlichen und individuellen Ausdrucksmöglichkeiten.



Erfahrungsberichte

Sie ist so stark und möchte all das hinter sich lassen.

Meine Mutter erhielt ihre Krebsdiagnose im November letzten Jahres. Viel zu jung, mit 42 Jahren.
Weihnachten hat sie auf dem Sofa verbracht, geschwächt von den Medikamenten, die sie einnehmen musste, um die Schmerzen in ihrer Schulter ertragen zu können, die nach der Mammografie auftraten. Nach einer Brustamputation steht nun auch noch eine Operation der Schulter an. Sie ist so stark und möchte all das hinter sich lassen. Das Pflegepersonal und die Ärzte sind großartig gewesen und haben sie wirklich wunderbar unterstützt. Die Behandlungsmöglichkeiten sind heutzutage so gut und wir sind glücklich, dass der Krebs rechtzeitig entdeckt wurde und sie überlebt hat.

 

In der Stiftung phönikks habe ich einen geschützten Raum für meine Ängste und Zweifel gefunden. Dank dieser Unterstützung konnten meine Familie und ich diese schwierige Lebensphase meistern.

 

Alba, 16 Jahre alt

 

Alles ist möglich – auch das Unmögliche!

Nachdem ich die Diagnose erhielt, auf dem Weg nach Hause, liefen mir die Tränen über das Gesicht.
Dann musste ich ja meinem Mann sagen, was los ist. Es war für ihn katastrophal. Und: sage ich es – und wie – meiner kleinen Tochter? Ich war heillos überfordert.


Mit Hilfe der Therapeuten in der Stiftung phönikks haben wir bei der Bewältigung der Erkrankung, unserer Ängste, zusammengehalten. Am Anfang haben wir große Fehler mit unserer Tochter gemacht, wir haben gedacht, dass sie das Ganze noch nicht versteht. In der Stiftung haben wir gelernt, unser Kind – altersgemäß – mit dem Thema vertraut zu machen. Die Gespräche taten uns allen sehr gut und wir haben neuen Mut entwickelt. Ich setze mich auch mit dem Tod auseinander. Solange ich in mir die Kraft und Energie zum Kämpfen spüre, werde ich alles daran setzen ein lebenswertes Leben zu führen.

 

Sylvie, 42 Jahre alt

 

Ich wünschte, ich hätte noch einen Tag mit meinem Vater! Dann könnte ich ihm sagen wie sehr ich ihn liebe und dass all die dummen Dinge, die ich gesagt und getan habe, mir sehr leidtun!

Vor 11 Monaten ist mein Vater gestorben.

Es gibt Tage da kommt es mir vor als wäre viel Zeit vergangen und dann fühlt es sich wieder an als wäre es letzte Woche gewesen. Die Erinnerungen an meinen Vater sind so lebendig, dass ich denke, er steht vor mir!! Ich versuche, die glücklichen Erinnerungen wach zu halten. Ich wünschte, ich hätte noch einen Tag mit meinem Vater! Dann könnte ich ihm sagen wie sehr ich ihn liebe und dass all die dummen Dinge, die ich gesagt und getan habe, mir sehr leidtun! Das wird aber nicht geschehen… und ich wünschte, dass ich die Dinge, um die er mich gebeten hatte, einfach erledigt hätte. Und…. dass ich mehr Zeit mit ihm verbracht hätte als er krank war. All das bedaure ich sehr und hoffe, er hat mein Verhalten verstanden!! Meine Familie und Freunde sind nun besonders wichtig für mich. Sie sind diejenigen, die mich glücklich machen wenn ich traurig und verzweifelt bin und eine Schulter brauche, an der ich mich ausweinen kann. Ich dachte, nur mir tut es so weh. Mittlerweile ist mir klar, wir verarbeiten unseren Schmerz auf unterschiedliche Weise, der eine so und der andere so – und dass ich nicht die einzig Leidtragende bin!! Und ich bin nicht allein auf dieser Welt, das tröstet mich. Ich würde mir wünschen, mein Dad könnte zurückkommen – aber das kann er nicht. Er befindet sich nun an einem besonderen Ort von dem aus er mich beobachten und beschützen kann – und ich muss lernen ohne ihn zu leben.

 

Meine Selbstvorwürfe haben mir die Luft zum Atmen genommen. In der Stiftung phönikks habe ich gelernt mich wieder zu öffnen, Hilfe zuzulassen und meine Familie als stabiles soziales Umfeld schätzen zu lernen. Wir sind füreinander da. Das stärkt uns.

 

Clara, 14 Jahre alt

 

Wenn Leute sagen, sie wüssten nicht was sie sagen sollen – dann ist das verständlich.

Mein Vater starb an Krebs, der seinen gesamten Körper befallen hatte.

Zu beobachten, dass es ihm schlechter geht, hat mich nie ernsthaft besorgt und an dem Tag an dem er starb, wurde ich von einem Schock, der Stunden anhielt, überwältigt. Danach fühlte sich nichts mehr richtig an. Was ich auch tat, nichts war mehr so wie vorher und ich hatte keine Sprache mehr für meine Gefühle. Aber als meine Mutter wieder Pläne für uns machte, gelang es mir das Leben wieder positiver zu betrachten. Wenn Leute sagen, sie wüssten nicht was sie sagen sollen – dann ist das verständlich. Die Dinge positiver zu bewerten und auszudrücken, hat mir sehr geholfen die Krise zu bewältigen.

 

Meine Therapeutin in der Stiftung phönikks hat mir Wege gezeigt, meine verschütteten Kräfte wiederzufinden und zu mobilisieren. Meiner Trauer, meinen gesamten Gefühlen wieder eine Sprache und Ausdrucksmöglichkeiten zu geben.

 

Daniel, 19 Jahre alt

 

Wir waren ALLE betroffen.

Im Oktober 2012 hat sich ein dunkler Schatten auf unsere Familie gelegt.

Wir erfuhren, dass Marvin schwer erkrankt ist. Man kann sich nicht vorstellen, wie die Krebserkrankung in allen Bereichen unseres täglichen Lebens unerbittlich Platz ergriffen hatte. Wir waren ALLE betroffen. Zwei Operationen und eine Intensivtherapie folgten.

 

Ohne die Hilfe der engagierten Therapeuten bei phönikks hätten wir diese schwere Zeit nicht durchgestanden. Unbürokratisch, ohne Wartezeiten, durften wir diese Hilfe annehmen. Auch wenn er noch unter engmaschiger medizinischer Beobachtung steht, mittlerweile geht es Marvin wieder besser – und uns auch!

 

Die Mutter des 5-jährigen Marvin

 

Ich hatte solche Angst sie zu verlieren!

Die Krankheit meiner Schwester wurde nach einem Judo Training entdeckt.

Mara ist 2 Jahre älter als ich. Beim Training ist ihr jemand ins Kreuz gefallen und die Schmerzen gingen einfach nicht weg! Nach 1-2 Wochen ist sie zum Arzt und dort wurde ihr Blut abgenommen. Dann ging alles ganz schnell. Chronisch myeloische Leukämie. Ich habe geheult wie ein Schlosshund. Alles stellte ich plötzlich in Frage, ich hatte solche Angst sie zu verlieren! Ich habe komplett dicht gemacht und mich zurückgezogen.

 

Durch einen Freund habe ich von phönikks erfahren und bin dann da auch hingegangen, obwohl ich zuerst nicht wollte. Wie froh bin ich jetzt, dass ich diesen Schritt gemacht habe. Die Jugendtherapeutin, die dort arbeitet, hat mich, meine Ängste, Zweifel und Sorgen ernst genommen. Ich konnte mir alles von der Seele reden. Wir haben Wege zusammen erarbeitet, die mich wieder nach vorn gebracht haben. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass Mara es schaffen wird!

 

Zina, 17 Jahre alt

Entscheidungen werden dadurch besser durchstehbar.

Um Entscheidungen und Therapieverläufe auf den Weg zu bringen, braucht es Zeit und den Willen zu einem vertrauensvollen Austausch zwischen Arzt und Patient.
Oftmals ist das aber schwierig. Der Arzt möchte zu einer medizinischen Problemlösung kommen, der Betroffene und dessen Familie jedoch leiden evtl. unter existentiellen Sorgen, haben Zukunftsängste und wollen wissen was das für ihr Leben bedeutet. Deshalb ist die Frage ‚… wie komme ich damit zurecht?“ mindestens so wichtig wie die körperliche Behandlung.


Patienten von mir, die die Unterstützung der Stiftung phönikks in Anspruch genommen haben, durften erfahren, dass ihre tatsächlich gelebte Erfahrung, ihre individuelle Lebenssituation, Raum bekommt. Entscheidungen werden dadurch fundierter und besser durchstehbar.

 

Dr. Thomas V., Onkologe