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Unsere Arbeit in der Corona-Krise

Seit ein paar Wochen befindet sich die Welt durch das Corona-Virus in einem Ausnahmezustand. Das, was zunächst nach einem Problem der chinesischen Provinz Wuhan aussah – weit entfernt von unserer Lebenswirklichkeit – hat sich mit rasanter Geschwindigkeit über den ganzen Globus verbreitet. Die Krise trifft mittlerweile jeden. Auch wir als Stiftung phönikks müssen lernen mit der aktuellen Situation umzugehen. Die flächendeckende Ausbreitung des Covid-19 stellt unsere Arbeit vor noch nie da gewesene Herausforderungen.


Stresstest Erfahrung – seit über 30 Jahren

In unsere Beratungsstelle kommen jeden Tag junge Familien mit Krebs. Wir wissen, was es bedeutet, wenn eine Krebserkrankung alle Familienmitglieder verunsichert. Mit dem Corona-Virus hat die Welt eine kollektive Diagnose erhalten. Die Menschen durchleben in der Krise vieles von dem, was uns täglich von phönikks-Familien berichtet wird: Ängste, Einschränkungen und viele offene Fragen. So, wie zurzeit die Weltgemeinschaft mit Informationen und unterstützenden Maßnahmen zur Corona-Krise versorgt wird, dürfen wir auch die Beratung unserer Klientinnen und Klienten unter keinen Umständen aus den Augen verlieren. Ihre Sorgen werden nicht geringer, sondern verdoppeln sich. Mit einer Krebserkrankung, auch bei abgeschlossener ärztlicher Behandlung, zählen sie in den allermeisten Fällen zur Risikogruppe und sollten eine Covid 19 Infektion unbedingt vermeiden. Die Pandemie verschärft die ohnehin angespannte Situation unserer Klientinnen und Klienten.


Beratungsgespräche werden fortgesetzt

Unsere Beratungsgespräche dürfen nicht, wie ein Sportevent, pausieren und zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt werden. Gerade jetzt müssen wir weitermachen. Und wir können weitermachen. Den Grundstein dafür hatten wir glücklicherweise mit dem Einrichten einer digitalen Infrastruktur vor dem Ausbruch der Corona-Krise gelegt. Termine in unserer Beratungsstelle vor Ort, können wir zur Zeit leider nicht wahrnehmen, (hier orientieren wir uns an den behördlichen Vorgaben zur Schul- und Kitaschließung, die vorerst bis zum 19. April gültig ist), deshalb bieten wir unsere Beratungen und Therapien in Einzel- und Gruppengesprächstermine per Telefon und Videokonferenzen an. An der Umsetzbarkeit haben wir in den vergangenen Tagen und Wochen mit Hochdruck gearbeitet und stellen fest, dass unsere psychologischen und pädagogischen Fachleute ihrer Arbeit im Sinne der Familien wieder nachgehen können.


Soziale Distanz kreativ umgehen und Zusammenhalt signalisieren

Zu unseren phönikks-Beratungsangeboten zählen auch kunstpädagogische Kinderprojekte, Kunsttherapie für Erwachsene und Musiktherapie für Kinder- und Jugendliche. Natürlich lassen sich diese Angebote nicht eins zu eins aus der analogen in die digitale Welt übertragen. Mit Leidenschaft und Kreativität versuchen unsere Kolleginnen und Kollegen aber diese Hürden gemeinsam mit den Klientinnen und Klienten zu überwinden. Das gemeinsame Handeln schweißt zusammen. Nicht in Ohnmacht verweilen, ins Handeln kommen. Den Mut nicht verlieren!


Kein Aufnahmestopp für Erstgespräche

Eine Krebserkrankung nimmt keine Rücksicht auf die aktuelle Pandemie und so erhalten viele Menschen auch in diesen Tagen Erstdiagnosen. Wir sind weiterhin für alle betroffenen Familien als Anlaufstelle da und vermitteln schnell und unbürokratisch ein Erstgespräch, natürlich immer abhängig von unseren Kapazitäten. Sie erreichen uns derzeit nicht telefonisch in der Stiftung, sondern per Mail unter beratung@phoenikks.de. Bitte hinterlassen Sie ihr Anliegen und wir melden uns bei Ihnen.


Spendenfinanziert in der Wirtschaftskrise – wie geht es weiter?

Die Stiftung phönikks steht in diesem Jahr vor der Herausforderung fehlende Spenden zu kompensieren, das lässt sich schon zu diesem Zeitpunkt voraussagen. Die Corona-Krise hat unseren Veranstaltungsbereich komplett zum Einstürzen gebracht – mit der Absage zum Haspa Marathon waren wir unmittelbar betroffen und auch die Frage, wie es zum Jahresende mit großen Veranstaltungen & Konzerten aussieht, bleibt offen. Von einer angeschlagenen Wirtschaft sind alle Stiftungen betroffen. Viele Unternehmen betreiben Krisenmanagement in eigener Sache und sind gezwungen andere Aktivtäten, wie z.B. die Unterstützung sozialer Einrichtungen, hintenanzustellen. Wir wünschen all unseren Partnern viel Mut, Durchhaltevermögen und gute Entscheidungen in dieser schwierigen Zeit. Auch in der Krise erleben wir die Verlässlichkeit unserer Spender, für die wir sehr dankbar sind und die uns sehr berührt. Gleichzeitig erleben wir, dass viele Aktionen & Feierlichkeiten wie Verabschiedungen, Geburtstage, die zu unseren Gunsten geplant waren, nicht stattfinden können und das trifft die Organisatoren am allermeisten. Wir haben in der Vergangenheit sorgfältig gewirtschaftet und eine auf Nachhaltigkeit angelegte Finanzstrategie entwickelt, so sind wir in der Lage, ausbleibende Spenden vorerst zu überbrücken, damit sich die aktuellen Unsicherheiten nicht auf den geschützten Raum unserer Beratungsstelle übertragen. Nur jetzt braucht man uns mehr denn je und wir müssen für unsere Familien mit Krebs krisenfest sein. Bitte behalten Sie uns im Blick, während wir unsere Familien im Blick behalten.

Mit herzlichen Grüßen und im Namen des gesamten phönikks Teams,
Ihre Beatrice Züll